|
Dejame entrar, dejame ver como ven tus ojos* Fernweh ist für mich das schönste Wort der deutschen Sprache. Wahrscheinlich ist es mein Lieblingswort, weil es in der spanischen Sprache kein inhaltlich vergleichbares Wort gibt, und das Gefühl, das mich mein Leben lang begleitet, nun einen Begriff gefunden hat. Bevor ich Mexiko verließ, um in Europa zu leben, bin ich zunächst eine Zeit durch Mexiko gereist, um mein eigenes Land besser kennen zu lernen und meine Augen noch einmal mit Eindrücken meiner Heimat zu füllen. (Zu diesem Zeitpunkt beschäftigte ich mich hauptsächlich mit 'Sozialer Fotografie'. Eine Ausstellung dieser Arbeiten ist ab März 2008 in der VHS Essen zu sehen.) In Deutschland angekommen, war ich nun mit neuen Landschaften und einem neuen Licht konfrontiert. Da das Licht in Europa gänzlich anders ist, als ich es aus Mexiko kannte, war es für mich daher auch hinsichtlich der Fotografie ein Neuanfang.
Als die hier ausgestellten Fotos entstanden sind, habe ich die Motive nicht als ‚Bilder’ gesehen, sondern in Form von Gefühle erlebt. Der Moment, in dem eine Landschaft, eine Szene, eine Situation meine Aufmerksamkeit weckt und mir etwas ‚sagt’, sagt sie mir in der fotografischen Erinnerung etwas über mich. So ist der Hauptgrund meiner Reisen auch weniger die Absicht, neue Dinge zu sehen, als vielmehr eine Suche nach der Bedeutung der Dinge für mich, die Suche nach mir.
* Lass micht eintreten, lass mich mit Deinen Augen sehen.
|